Endlich: am 17. September 2026 erscheint im Otto Müller Verlag der neue Roman: „Am Weiher“.
Vielfältig sind die Geschichten, die erzählt, tröstlich und erschütternd die Schicksale, die darin beschrieben werden. Und weit sind die Räume, in denen die eng verwobene Handlung spielt: Schauplätze sind Salzburg und ein Bergdorf im Massiv des Hochkönigs, das Schlesische Elysium, ein Städtchen an der oberen Donau, die Marmorsteinbrüche Portugals und schließlich die südlichen Abruzzen und Latiums Landschaft zwischen Rom und Montecassino. Und alle Geschichten, alle Figuren kehren an ihr Zentrum zurück: den Weiher.
Am Weiher – Roman.
Otto Müller Verlag, Salzburg 2026.
Ein Weiher als Ort der Erinnerung – und als Gedächtnis Europas
Ein Weiher im ewigen Wechselspiel der Jahreszeiten. Sein Wandel ist zugleich das Bleibende und bildet den Ankerpunkt für das Leben dreier Frauen: Margarethe, die 1944 Witwe wird und sich in der Nähe des Weihers eine neue Existenz aufbauen muss, Luisa, ihre Tochter, die erst im hohen Alter dorthin zurückkehrt, und Vivien, die mehr vom Leben will und unter der Sonne Italiens ein zweites Mal nach dem Glück greift. Am Leben dieser Figuren entlang erzählt der Roman kunstvoll und bildreich von Geschichten und Geschichte.
Arthur, seit seiner Kindheit am Weiher verwurzelt, kennt jede der drei Frauen, verbindet ihre Schicksale über Generationen hinweg und bewahrt, was lange unausgesprochen blieb. Denn da ist noch eine vierte Frau. Namenlos zunächst, nur eine Erinnerung aus Kindertagen: ein Flüstern, ein Schatten im Schlosspark. Ihre Spur führt zurück in die letzten Kriegswochen – zu einer Familie, die im Februar 1945 im Schloss Zuflucht fand, zu einer Wahrheit, die nun endlich ans Licht will.
„Am Weiher“ erzählt von Brüchen und Kontinuitäten, vom Werden und Vergehen, von der Suche nach Liebe, Glück und Zusammenhalt. Ein beeindruckendes Plädoyer für Frieden und etwas Demut vor dem Leben.
Ergänzende Informationen: Otto Müller Verlag
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Rezensionen, Statements, Briefe
Karl-Markus Gauß
GROSSARTIG: Brita Steinwendtners neuer Roman „Am Weiher“. Eine Geschichte, die faszinierend und die sowohl spannend als auch mit philosophischer Weisheit erzählst ist. Die Naturbeschreibungen sind fantastisch, die Salzburger Stadterkundung phänomenal, der Sprung der Zeiten, innerhalb derer es chronologisch dahingeht, souverän, und die sprachkritischen, ideologiekritischen kurzen Einschübe schlagend. Und über allem: Poesie und Melancholie und eine große Weltzugewandtheit. Das ist ein Heimatroman, kritisch, neugierig erkundend, aber nie verbissen wie die routinierte Antiheimatliteratur; ein Generationenroman, weitgespannt, ein Roman mehrerer Lieben, bitter, aber die Liebe doch preisend. Was Brita Steinwendtner da gelungen ist, ist einer der besten österreichischen Romane des 21. Jahrhunderts.
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Harald Klauhs
Brita Steinwendtners Roman „Am Weiher“ ist eine Symphonie geworden. Er stellt die Summe ihrer Literatur dar. Mit der Zeichnung dreier Frauenleben hat sie einen Gipfel ihrer Kunst erreicht. Wie in all ihren Büchern hat sie viel und gründlich recherchiert, Motive der früheren Romane organisch mit jenen ihrer „Dichterlandschaften“ sowie mit dem neuen Geschehen verbunden, hat eindringliche Naturbeschreibungen von stifterscher Brillanz entworfen und alles zu einem Panorama österreichischer Geschichte verdichtet. Vor allem schenkt Brita Steinwendtner in diesem Buch einem vergessenen Menschen ein Nachleben. Schon ihrem Schlierbacher Tom wollte sie im Roman „An diesem einen Punkt der Welt“ ein ehrendes Andenken bewahren, ihrem österreichisch-böhmischen Mettauer Johannes im „Gesicht im blinden Spiegel“ ein geglücktes Leben erschaffen. Nun gibt sie der unscheinbaren Anna ihre Geschichte und ihre Würde zurück. Eine humanistische Großtat. Es ist ein Buch des Friedens und der Versöhnung geworden. Etwas Größeres lässt sich darüber eigentlich nicht sagen. Mit diesem Roman hat sie alles erreicht, was sie mit ihrem Werk erreichen wollte. Allergrößte Hochachtung!
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Ilma Rakusa
Ob sie über Gewalt oder Liebe, über Natur oder Literatur schreibt: Brita Steinwendtner ist in ihren Romanen und Essays eine glänzende Beobachterin und präzise Nachforscherin, vor allem aber eine feinsinnige Geschichtenerzählerin.
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Ilija Trojanow
Die Ufer eines kleinen Weihers sind die Grenzen dieser poetischen Welt, die mit achtsamer Anteilnahme beschreibt, welche Kreise die Steinchen ziehen, die ins tiefe Wasser der Vergangenheit geworfen werden.
